Über die Wichtigkeit von feedback

Warum Feedback in jeder Beziehung so wichtig ist

Googelst du den Suchbegriff “Kritik Beziehung” erhältst du innerhalb von 0,4 Sekunden mehr als 25 Millionen Ergebnisse angezeigt. Ein stolze Zahl – aber ist sie wirklich verwunderlich? Nicht wirklich, denn die Kritik an uns oder anderen beschäftigt uns oft täglich. Manchmal wird sie uns richtiggehend zur Last. Psychologen sagen, nichts zerstöre Beziehungen so schnell, wie ständige Kritik am Gegenüber. Und das betrifft tatsächlich jede Beziehung: vom Vorgesetzten, über die eigene Mutter bis hin zum Partner. Werden wir kritisiert, schrillen alle Alarmglocken los. Wir fühlen uns abgewertet und angegriffen, gehen in die Defensive, schlagen zurück oder verkriechen uns. Ist das wirklich nötig?

Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden

Der Schlüssel zu guten Beziehungen ist eine offene und ehrliche Kommunikation. Das mag einige Überwindung kosten und mag uns nicht immer schmecken. Doch wir brauchen diese offenen Worte in unseren zwischenmenschlichen Beziehungen, um Konflikte bereits anzugehen, bevor sie eskalieren. Eine wertschätzende und respektvolle Feedback-Kultur ist daher unabdingbar – egal ob im Beruf oder den eigenen vier Wänden. Wobei die Betonung auf wertschätzend liegt, denn wie immer im Leben gilt besonders hier: der Ton macht die Musik.

In meinen wingwave®-Coachings gehe ich mit meinen Klienten ihren Stressauslösern auf den Grund. Das kann eine vertrackte Beziehung zu einem Partner sein oder auch Unausgesprochenes im beruflichen Team, das meine Klienten mit Bauchschmerzen zur Arbeit gehen lässt. Um Problemsituationen aufzulösen, trainieren wir dazu dann fallbezogenes Feedback: Wie kann ich meine Erwartungen ehrlich kommunizieren und gleichzeitig lernen konstruktive Kritik anzunehmen? Denn seien wir ehrlich: sowohl Feedback geben, als auch annehmen, will gelernt sein.

Ich möchte dir heute drei Gründe nennen, warum Feedback in jeder zwischenmenschlichen Beziehung wichtig ist.

1. Fremd- und Selbstwahrnehmung abgleichen

Es gibt Menschen, die zu notorischer Selbstüberschätzung neigen und dann gibt es Menschen, die ihren eigenen Wert nicht kennen und ihr Licht ständig unter den Scheffel stellen. Beide Verhaltensweisen zeugen von einem getrübten Selbstbild. Das Feedback-Gespräch mit anderen bietet uns die Möglichkeit unsere Selbstwahrnehmung mit der Wahrnehmung unseres Gegenübers abzugleichen. Ja, manchmal passt uns nicht, was wir dort hören. Aber hier dürfen wir lernen nicht gleich zu blockieren und abzuwinken, sondern tatsächlich zuzuhören. Lass das Gesagte, wenn es sein muss, erst einmal sacken, bevor du antwortest und überlege, ob dein gegenüber Recht haben könnte. Aber vielleicht ergeht es dir ja auch genau anders herum und du darfst lernen Komplimente anzunehmen und deine Mühen selbst mehr wertzuschätzen. So oder so ist ein konstruktives Feedback ein Gewinn für beide Seiten und hilft uns dabei die Menschen, mit denen wir in Beziehung stehen, besser zu verstehen.

2. Gewünschtes Verhalten kommunizieren

Das Nutella-Messer liegt zum vierten Mal in dieser Wochen nicht in, sondern auf der Spülmaschine? Dein Ehepartner hat schon wieder den gemeinsamen Termin verschwitzt? Die Kollegin hat noch immer nicht verstanden, dass ein neuer Workflow existiert? Sicher ärgerst du dich ungemein, wenn andere scheinbar gedankenlos agieren und sich nicht an Abmachungen halten. Zeit für ein konstruktives Feedback! Vermeide dabei allerdings Schuldzuweisungen und starte mit deiner positiven Vision aus der Ich-Perspektive: “Meine Vorfreude auf gemeinsame Unternehmungen ist immer besonders groß, weil ich so gerne Zeit mit dir verbringe. Umso trauriger bin ich, wenn es dann nicht klappt und du den Termin verschwitzt.” Und nun bringe gleich einen Vorschlag für dein gewünschtes Verhalten ein: “Was hältst du davon, wenn wir uns einen gemeinsamen Kalender auf dem Smartphone zulegen, damit uns so etwas nicht noch einmal passiert?”

3. Wertschätzung

Du nimmst dir extra Zeit, bereitest dich vor und bist offen für die Argumente und Kritik der Gegenseite; wenn wir uns zusammensetzen, um uns konstruktiv auszutauschen und Kritikpunkte angemessen anzubringen, signalisieren wir unserem Gegenüber: “Deine Meinung ist mir wichtig. Ich möchte dir zuhören und mit dir in den Austausch kommen.” Wenn du ein Feedback-Gespräch respektvoll und wertschätzend führst, versicherst du deinem Gesprächspartner außerdem, dass er gesehen wird und wertvoll ist. Egal, ob es sich dabei um deine Auszubildende oder deinen Ehemann handelt.

Und genau an diesem Punkt möchte ich auch dich um deine geschätzte Meinung und ein wenig deiner Zeit bitten. Ich möchte mit dir in den Austausch kommen! Deswegen nimm bitte an meiner kurzen Umfrage teil, damit ich dich und deine Wünsche für diesen Blog besser kennenlernen und künftige Angebote an deinen Interessen ausrichten kann. Mit wenigen Klicks machst du mir eine riesige Freude! Bitte klicke dafür jetzt den folgenden Link:

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Deine Wiebke Marschner

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Wiebke Marschner

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