Verhandlungstyp Macher

Verhandlungsprofiling:
Der Macher

Egal, wie Sie es nennen wollen: Barriere oder auch Stahlzaun. Nennen Sie es von mir aus Pfirsich. Wir bauen diese Mauer!” Wer sich derzeit mit der aktuellen politischen Lage in den USA beschäftigt, kommt um die Aussagen eines Donald Trump nicht herum. Bereits im Wahlkampf 2016 gebärdete sich der ehemalige Bauunternehmer und Reality-TV-Star als dominante Persönlichkeit, der selbst keine Sekunde an seiner Eignung als US-Präsident zweifelte – ganz im Gegenteil zu seinen politischen Gegnern. Sein Selbstbewusstsein verhalf ihm dabei ins Oval Office, wo wir ihn und seine Art zu verhandeln seither studieren können.

Mit Biss zum Ziel

Man mag von Donald Trump politisch halten, was man möchte, doch er weiß genau was er will. Eines seiner größten Wahlkampfversprechen war die Errichtung einer Mauer, die im Süden der USA gebaut werden sollte, um das Land vor einer verheerenden Einwanderungswelle zu schützen, die es de facto gar nicht gibt. Und auch drei Jahre später hat er dieses Ziel nicht aus den Augen verloren. Trump vereint viele Merkmale eines Machers in sich – wenn auch nicht alle. Wir schauen uns diesen Verhandlungstypen mal genauer an

Das Profiling: der dominante Macher

Für einen Macher ist die Welt ein Schauplatz des Messens, der Wettbewerb macht ihm sichtlich Spaß. Er packt gerne an, wo andere noch zögern und bringt die eigenen Ideen konsequent voran. Dabei geht er sachlich und konsequent vor. In Verhandlungen agiert der Macher ergebnisorientiert und scheut weder die Auseinandersetzung, noch die Verantwortung.

Der Macher hat ein Ziel vor Augen und darauf arbeitet er hin. Er mag starke Persönlichkeiten und fühlt sich schnell überlegen, wenn man ihm nicht selbstbewusst die Stirn bietet. Es lohnt sich also dem Macher mit positiver Haltung und einem klaren Ziel zu begegnen, über das dann gemeinsam verhandelt werden kann.

Machtspielchen sind im Umgang mit ihm allerdings nicht zu empfehlen. Am besten akzeptiert man, dass er der Alpha sein möchte. Harte Verhandlungen sind dennoch nicht ausgeschlossen und er respektiert starke Verhandlungspartner. Wutausbrüche und verbale Attacken, sollte man in Gesprächen mit ihm jedoch nicht persönlich nehmen. Für den Macher gehört dies zum Kampf. Es schmeichelt ihm außerdem, wenn man ihn um Rat bittet und seine Meinung schätzt.

Quo vadis Donald

Donald Trump hat also ein Ziel vor Augen: Er will diese Mauer. Und er will sie so schnell es geht, koste es, was es wolle. Und hier kommen die Schattenseiten des Machers zum Vorschein. Denn Trump bedient sich all seiner Befugnisse, um durchzusetzen, was ER für richtig hält.

Aktuell erholt sich die US-amerikanische Wirtschaft nur langsam vom bisher längsten Regierungs-Shutdown, den Trump Ende 2018 einleitete, weil der Kongress ihm das Budget für den Bau “seiner” Mauer nicht freigab. Was aktuell in der Debatte um diese Mauer fehlt, ist ein Verhandlungspartner auf der gegenüberliegenden Seite, der Donald Trump die Stirn bietet und ihm gleichzeitig das Gefühl gibt weiterhin das Alphatier zu sein.

Der letzte Shutdown wurde mit der Unterzeichnung eines Übergangshaushalts beendet. Dieser allerdings greift nur bis zum 15. Februar. Sollte sich bis dahin keine Einigung mit Trump erzielen lassen, droht der nächste Shutdown. Wird diesen dominanten Verhandlungstypen irgendjemand umstimmen können? Es bleibt spannend.

Hast du bereits die anderen Verhandlungstypen, den Entertainer, den Denker und den Macher entdeckt?

Welcher Verhandlungstyp bist du? Teste es jetzt: HIER entlang!

In meinen Seminaren kannst du lernen, wie du Verhandlungsprofiling zur Vorbereitung auf schwierige Verhandlungssituationen gezielt einsetzen kannst.

Menschen zu verstehen ist die Währung des 21. Jahrhunderts.
Deine Wiebke Marschner

Avatar

Wiebke Marschner

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Seminarprogramm2020

Lerne 2020 Dinge, die dich im Leben weiterbringen.

Zum Seminarkatalog